Chronik

Das Kirchenbuch der Gemeinde Arsten (ursprünglich Gemeinde Huckelriede, später Bremen-Arsten/Huckelriede) beginnt am 1. Mai 1958. Zum Gemeindebereich gehörten damals wie heute außer Arsten die Ortsteile Huckelriede, Habenhausen, Kattenturm und Kattenesch.


Die Gemeinde zählte zum damaligen Kirchenbezirk Bremen-Mitte. Vor 1958 gingen die Mitglieder in die Gottesdienste der neuapostolischen Gemeinde in der Bachstraße in der Bremer Neustadt. Die weiten Wege und das schnelle Gemeindewachstum veranlassten Bezirksapostel Hermann Schumacher, ab1957 eine geeignete Versammlungsstätte für die Gläubigen in Huckelriede suchen zu lassen.


Anfang 1958 fand man im Buntentorsteinweg 501 in einem gut erhaltenen, allein stehenden Wohnhaus mit umliegendem Garten ein angemessenes Gebäude. Bereits am 4. Mai 1958 wurde der erste Gottesdienst von Bezirksapostel Hermann Schumacher durchgeführt und die Versammlungsstätte ihrer kirchlichen Bestimmung übergeben. In diesem Gottesdienst wurde auch der erste Vorsteher für die Gemeinde Bremen-Huckelriede gesetzt. Es war Priester Fritz Hülstede, der unter dem Namen „Onkel Fritz“ zu einer lebenden „Huckelrieder -Legende“ wurde und noch heute, als fast 102-Jähriger, in bemerkenswerter geistiger Frische beinahe jeden Gottesdienst besuchen kann. Die damalige Versammlungsstätte verfügte über eine Kapazität von 80 Sitzplätzen. Die junge Gemeinde zählte knapp 100 Seelen und wurde von vier Amtsbrüdern betreut. Die Hausnummer „501“ der Versammlungsstätte erinnerte an das schöne Lied im alten Gesangbuch: „Lasst die Herzen immer fröhlich und mit Dank erfüllet sein…“, das bald schon zur Gemeinde-Losung wurde.


Im Laufe der weiteren Jahre wurden immer wieder Veränderungen und Modernisierungen im Kirchenlokal erforderlich, denn die Mitgliederzahl erhöhte sich kontinuierlich auf 140 Seelen im Jahre 1971. Im Jahr 1972 wurde Gemeindevorsteher Priester Fritz Hülstede – durch Bezirksapostel Hermann Schumacher feierlich in den Ruhestand versetzt.


In den Folgejahren dienten nachfolgende Vorsteher in der Gemeinde:

1958 – 1972 Priester Fritz Hülstede († 2011)

1972 – 1982 Priester Rolf Sikora

1982 – 1984 Hirte Helmut Neh (†)

1984 – 1987 Evangelist Reinhard Mitterhuber

1987 – 2005 Hirte Karl-Heinz Meyer († 2015)

seit 2005 Hirte Bernd Faust


Freude löste bei den Geschwistern im Jahr 1987 die Entscheidung der Kirchenverwaltung aus, dass die Gemeinde Huckelriede ein neues Kirchengebäude erhalten sollte. Im Dezember 1987 begannen am Arsterdamm 132 die ersten Bauarbeiten und schon am 11. Mai 1988 wurde Richtfest gefeiert. Hier und da mit Wehmut nahmen die Gemeindemitglieder von ihrem alten Kirchenlokal Abschied, das sie auch liebevoll als ihre „Stube“ bezeichneten. Nach über 30 Jahren fand im Buntentorsteinweg 501 am 18. Dezember 1988 der letzte Gottesdienst statt.


Am 21. Dezember 1988 wurde dann das neue und architektonisch ansprechende Kirchengebäude durch Bezirksapostel Gisbert Pos eingeweiht. Dem Weihgottesdienst lag das Bibelwort aus Micha 7, 7 zugrunde, das auch als Inschrift an der Altarfront zu lesen ist: „Mein Gott wird mich hören…“. Die neue Kirche am Arsterdamm wurde am 4. Februar 1989, ebenfalls mit einem „Tag der offenen Tür“, der Nachbarschaft, den Gästen und Freunden vorgestellt.


Als Einschnitt stellte sich im Jahre 1996 der Wechsel der Gemeinde in den neuen Kirchenbezirk Bremen-Süd dar, an den sich die Gemeindemitglieder aber im Laufe der Zeit gewöhnt haben. Zum Ende des Jahres 2007 bestand die Gemeinde Bremen-Arsten, wie sie seit einigen Jahren offiziell heißt, aus rund 150 Mitgliedern aller Altersschichten. Betreut wird die Gemeinde von zur Zeit 12 ehrenamtlich tätigen Seelsorgern. Am 4. Mai 2008 feierte die Gemeinde Arsten ihren 50-jährigen Geburtstag.


Ein herausragendes Ereignis für die Gemeinde Arsten war der Besuch des Stammapostels Wilhelm Leber am 25. Dezember 2012. Dem Weihnachtsgottesdienst lag das Wort aus dem Matthäusevangelium 1, Verse 22 und 23 zugrunde: "Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns." Es wurde das Eingangslied Nr. 20 "Jesus ist kommen" gesungen. Der Gottesdienst wurde durch das Mitdienen von Apostel Uli Falk und Apostel Dieter Böttcher bereichert.